Gesundheit: Verbotene Substanzklassen und deren Wirkung

Gesundheit: Verbotene Substanzklassen und deren Wirkung

Wie schnell und wie intensiv dieser Muskelaufbau vonstatten geht, ist direkt von der eingenommenen Anabolikadosis abhängig. Bei Personen, die physiologische Dosen einnehmen, kommt es zu einem langsamen und oft kaum merklichen Wachstum; bei den Personen, die Megadosen einnehmen, kann sich die fettfreie Muskelmasse um mehrere Pfund pro Monat vergrößern. Energiespiegel und Libido (bei Männern) können sich ebenfalls erhöhen; diese Wirkungen lassen sich jedoch schwer identifizieren. Nach Schätzungen beträgt die Lebenszeitinzidenz des Anabolikamissbrauchs 0,5–5% der Bevölkerung, mit beträchtlichen Unterschieden in den Subpopulationen (z. B. höhere Raten bei Bodybuildern und Leistungssportlern).

  • Psychische Folgeerscheinungen gehören zu den am häufigsten auftretenden Problemen bei (ehemaligen) Steroid-Konsumenten [12].
  • Testosteron wird im Körper auch zum weiblichen Sexualhormon Östrogen umgewandelt.
  • Laut Diel lassen sich zwischen akuten, mittelfristigen und langfristigen Nebenwirkungen unterscheiden.
  • Den Männern gleich sind sie während des Steroidkonsums oft unfruchtbar, da die Ovulation unterdrückt wird.

Steroide sind ringförmig aufgebaute Moleküle, die zu den Fetten gehören und eine wichtige Rolle im menschlichen Stoffwechsel spielen. Sie sind Bestandteil der Zellmembran und bilden das Grundgerüst verschiedener Hormone und Vitamine. Zu den wichtigsten Steroiden gehören Cholesterin, Vitamin D, männliche und weibliche Geschlechtshormone wie Testosteron und Östrogen, Kortikoide (umgangssprachlich Kortison) sowie die Gallensäuren.

Anabolika: Nebenwirkungen und Folgen

Cholesterin ist ein in Tierzellen weitverbreiteter fettartiges Molekül, welches hauptsächlich in der Leber gebildet wird und essenzielle Aufgaben in unseren Körpern übernimmt. Cholesterin ist unter anderem wichtiger Bestandteil von Biomembranen und ist die Vorstufe für Steroidhormone und Gallensäure. Steroide sind eine Stoffklasse der Fette (Lipide), welche sich eine gemeinsame Grundstruktur (Steroid-Gerüst) teilen. Steroide, welche als Hormone fungieren, werden als Steroidhormone bezeichnet und werden in der Regel von Cholesterin abgeleitet.

  • In den Zielzellen binden sie an hochspezifische Rezeptoren und lösen Veränderungen in der Gen-Expression und folglich im Stoffwechsel aus.
  • Einzelberichten zufolge vermindert die zyklische Anwendung schädliche Wirkungen und verringert den Bedarf an immer höheren Dosen, um die gewünschte Wirkung zu erzielen.
  • Durch dieses chemische Grundgerüst sind die Steroidhormone lipophil, also fettlöslich.
  • Als Hauptmotivationsgrund und Trainingsziel gaben die Studienteilnehmer den Aufbau von Muskelmasse an, gefolgt von Kraft- und Leistungssteigerung.
  • Die Kontraktilität der Myofibrillen und die Qualität der Kollagenfasern ist verschlechtert, was weiterhin zu einer verringerten Plastizität des Muskels führt [19].
  • Neben den natürlichen gibt es die künstlich hergestellten Steroide.

Das liegt daran, dass die Rezeptoren der Peptidhormone nicht am Zellkern liegen, sondern in der Zellmembran gebunden sind. Diese Rezeptoren können direkt Stoffwechselwege innerhalb der Zelle bewirken. Das Peptidhormon muss also nicht erst https://bodybuildingdoping.com in die Zelle eintreten, an den Rezeptor binden und so eine Genaktivierung hinter sich bringen. Es muss lediglich an den Rezeptor binden, welcher dann weitere Schritte anstößt, was die Wirkung mit verkürzter Verzögerung möglich macht.

Nebenwirkung: Akne und Gewichtszunahme

Durch die erhöhte Viskosität des Blutes steigen der Blutdruck sowie die Thrombosegefahr mit dem Risiko lebensbedrohlicher Komplikationen für das Herz-Kreislauf-System deutlich an. Durch die Einnahme von Androgenen verschieben sich zudem die Blutfettwerte hin zu „schlechten Fetten“, d. Das Gesamtcholesterin, die Triglyceride die LDL- und die VLDL-Fraktion steigen, während die HDL-Fraktion sinkt. Als Resultat steigt das Atheromatose-Risiko (degenerativ-nekrotisierende Veränderung der Gefäßinnenwand), es können sich atherosklerotische Plaques bilden, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigt.

Da die Präparate auf legalem Weg nicht zu beziehen sind, werden sie entweder online gekauft oder über Dealer vor Ort. Testosteron-Ester werden unter Umständen auch von Ärzten verschrieben. ­Illegal produzierte Steroide stammen oft aus Osteuropa oder Asien [2]. Verunreinigungen und andere als die deklarierten Wirkstoffe auf und stellen ein erhebliches Risiko für die Konsumenten dar [7].

Zyklus um Zyklus zum perfekten Körper

Die androgene Wirkung beeinflusst die Entwicklung und den Erhalt der primären und sekundären Geschlechtsmerkmale. Das Wachstum und die Entwicklung von Penis, Prostata, Samenleiter und Samenblasen, sowie Skrotum (gehört zum Hodensack) und Nebenhoden. Sie führt zu zunehmender Talgbildung der Talgdrüsen, zunehmender Körperbehaarung, vor allem im Gesichts- und Schamhaarbereich und zur Vertiefung der Stimme. Im psychischen Verhalten kann es zur Steigerung der Aggressivität und der Libido führen.

Das Ausmaß, indem eine Hormonverbindung den Cholesterinspiegel im Serum beeinflusst, hängt oft vom verwendeten anabolen Steroid ab. Orale alpha-17-alkylierte anabole Steroide (Bsp. Stanzonol) scheinen mehr unerwünschte Wirkungen auf die Lipoproteine zu haben als injizierbare ( wie Testosteron). Dies ist der Fall, da alpha-17-alkylierte anabole Steroide eher eine Cholestase verursachen, die den Cholesterinstoffwechsel beeinflusst.

Anabole Steroide – ein wachsendes Problem im Breitensport

Nach Absetzen der Anabolika trat eine restitutio ad integrum (vollständige Wiederherstellung des normalen Zustandes) der Spermienzahl, Hodengröße, Gonadotropine und der Synthese von endogenem Testosteron ein. Die Wirkung von Anabolika auf den gonadalen Regelkreis scheint also reversibel. Bekannt ist allerdings auch, dass Anabolikaeinnahme zur Beeinträchtigung der Spermienqualität bis hin zur Impotenz führen kann.

Nicht zugelassene Substanzen

Zu einem sehr geringen Anteil werden die Steroidhormone auch über die Nieren ausgeschieden. Das Cholesterin wird nun in verschiedenen Schritten durch bestimmte chemische Reaktionen (z. B. Hydroxylierungen und Demethylierungen) in die verschiedenen Steroidhormone umgewandelt. So entsteht aus dem C27-Körper Cholesterin im ersten und wichtigsten Schritt der C21-Körper Pregnenolon, aus dem im Anschluss alle weiteren Steroidhormone gebildet werden.

Bei Kindern angewendet, induzieren Androgene einen frühzeitigen Verschluss der Epiphysenfugen und damit eine Wachstumsretardierung. Die Kontraktilität der Myofibrillen und die Qualität der Kollagenfasern ist verschlechtert, was weiterhin zu einer verringerten Plastizität des Muskels führt [19]. Alle Verbindungen besitzen vornehmlich anabole Eigenschaften. Alle androgen wirksamen Stoffe besitzen einen Cyclopentano-Phenanthrenring, der für Steroidhormone charakteristisch ist (Abb. 1).